Zur Umsetzung der Idee, das Hamburger Tor als Vereins- und Bürgerhaus zu öffnen

Vereins- und Bürgerhäuser sind in pfälzischen und rheinhessischen Orten weit verbreitet. Sie sind als Treffpunkte des Zusammenlebens Teil der hohen Lebensqualität auf dem Land. In unserem Wormser Stadtviertel fehlt es bislang an entsprechenden öffentlichen Räumen. Dabei sind sie gerade auch hier für unser Zusammenleben in der Stadt erstrebenswert. Nicht nur für die Erwachsenen, sondern auch für die Kinder und Jugendlichen, für die es jenseits der Kindergärten, Schulen oder der Einkaufspassage keinen umbauten öffentlichen Raum gibt, den diese ohne weiteres nutzen dürfen. Vor allem in der kalten Jahreszeit.

Konzept eines Vereins- und Bürgerhauses

Vereins- und Bürgerhäuser sind öffentliche Räume, die keinen privatwirtschaftlichen Zwecken dienen. Sie sind weder konfessionell noch parteipolitisch gebunden. Sie befinden sich sehr häufig in kommunaler Trägerschaft, wobei die Nutzer (Vereine wie auch einzelne Bürger) sich an den Kosten beteiligen. Anders als die Vereinshäuser der Musik- und Sportvereine sind diese Häuser in den vergangenen 30 Jahren vielfach auf kommunalpolitische Initiative hin entstanden. Vor allem, wo einzelne Vereine oder andere Nutzer jeweils alleine nicht in der Lage gewesen wären, ähnliches zu schaffen.

Das Hamburger Tor: eine Chance für das Stadtviertel

Als Nachbarn nehmen wir täglich den Leerstand im „Hamburger Tor“ wahr, dem Erdgeschoß der Bärengasse 19. Das Lokal steht seit Jahren leer. Eine wohnungswirtschaftliche Umnutzung steht ins Haus. Damit aber verlöre das Stadtviertel weiter an attraktiver Fläche für das Zusammenleben.

Jetzt in diesem Moment besteht für die Anwohner und die Stadt eine einmalige Chance. Das Lokal „Hamburger Tor“ ist aufgrund seiner besonderen Lage und seiner einfachen räumlichen Struktur (ca. 100m2 Gastraum und ca. 20m2 Küchenraum im EG, Toilettenanlage und Lagerräume im UG), in besonderem Maße dazu geeignet, ein nachbarschaftlicher, familiärer und öffentlicher Ort zu sein. Ganz so, wie es in rheinhessischen und pfälzischen Gemeinden die Vereins- und Bürgerhäuser sind. Kein Wunder, dass dieses Lokal an eben dieser Stelle überhaupt existiert und als Wirtschaft seit über Hundert Jahren Bestand gehabt hat.

Umsetzung der Idee

Wir schlagen der Wohnungsbau GmbH und der Stadt Worms daher vor, das Lokal für öffentliche Zwecke zu öffnen. Um dies organisatorisch zu ermöglichen gründen wir mit anderen interessierten Anwohnern und anderer Wormser Bürgern einen Verein.

Dieser Verein wird zwei Funktionen haben:

Erstens organisiert er die Bereitstellung und Pflege des Raumes. Er erhält die Schlüsselgewalt und unterhält das Geschäftssystem, über das die Räume des Lokals gebucht, bereitgestellt und (abhängig von der Art der Nutzung) durch Nutzer bezahlt wird.

Zweitens fungiert der Verein durch sein Wirken rund um das Hamburger Tor als Plattform für das Zusammenleben im Stadtviertel. Indem der Verein die losen Enden des privaten und öffentlichen Lebens fasst, um für das Hamburger Nutzer zu gewinnen, wirken er und seine Mitglieder aktiv am Gelingen des Zusammenlebens mit.

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